Low-Code-Teams aufbauen
Ein IT-Spezialist und vier Nicht-IT-Leute arbeiten effektiv zusammen

Aufgrund neuer Technologien und sich verändernder Ansprüche wird es für IT-Unternehmen immer schwieriger, die richtigen Mitarbeiter zu finden und Projekte im Team erfolgreich umzusetzen. Begriffe wie DevOps, IoT, Design Thinking und agile Teams sind in aller Munde. Aber wie werden diese Begriffe im Alltag umgesetzt, und noch viel wichtiger: Wie setzen sich Teams zusammen, die nach diesen Prinzipien arbeiten? Fortschrittliche Methoden wie die der Low-Code Technologie bieten zwar die technische Basis, jedoch müssen die Softwareanwendungen dann natürlich optimal umgesetzt werden.

Ziel ist eine professionelle Softwareentwicklung, aber meist ohne Pflichtenheft. Bedingt durch Budgetvorgaben oder zeitliche Restriktionen gibt es oft kaum eine Projektvorlaufzeiten und Programme müssen manchmal binnen Wochen statt Monaten oder Jahren implementiert werden. Die Low-Code Methode unterstützt Unternehmen darin, als Ganzes viel schneller, beweglicher und effizienter zu werden. Der Software-Stack der Fachbereiche eines Unternehmens muss ständig ‚dazulernen‘ und dabei immer leistungsfähiger werden. Weil heutige Computer dafür noch nicht selbstlernend genug sind, braucht es Menschen, die die Software immer weiter verbessern. Und diese Menschen sind die in den Fachbereichen tätigen Low-Code-Entwickler.

 

Was kann ein Low-Code-Entwickler?

Der Low-Code-Entwickler, und erfreulicherweise verstärkt auch die Low-Code-Entwicklerin, ist meist kein Entwickler bzw. Entwicklerin im klassischen Stil. Sie oder er muss nicht zwingend programmieren können und ist trotzdem ein professioneller Entwickler, der/die mit Hilfe der Software-Plattform professionelle und anspruchsvolle Anwendungen baut.

Neben IT-Grundkenntnissen ist eine Vielzahl an Soft-Skills erforderlich. Da Low-Code-Projekte deutlich schneller und mit weniger Man-Power umgesetzt werden, sind Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Teamfähigkeit erforderlich. Sie arbeiten direkt mit den Nutzern der Software zusammenarbeiten, und daher sind Offenheit und Multi-Tasking ebenso von großem Vorteil. Letztendlich erfüllen Low-Code Entwickler mehrere Funktionen in Personalunion: Sie sind ihre eigenen Projektmanager, Requirements Engineers sowie Front- und Backend-Entwickler.

 

Wie setzt sich ein Low-Code-Team zusammen?

Eigenständige Low-Code-Teams zeichnen sich für die schnelle Umsetzung von Digitalisierungsideen in den Fachbereichen verantwortlich. Sie sind entweder in den Fachbereichen angesiedelt oder direkt in der IT, dann aber klar getrennt von den IT-Kernsystemen. Low-Code-Teams rekrutieren sich aus IT-Spezialisten, IT-affinen Fachanwendern und Seiteneinsteigern aller Art. Die typische Zusammensetzung sieht vor, dass einem IT-Spezialisten vier Nicht-IT-Leute, also die Seiteneinsteiger, gegenüberstehen. So wird sichergestellt, dass ausreichend IT-Wissen vorhanden ist, welches durch zahlreiche weitere Qualifikationen und Fähigkeiten ergänzt wird.

Zusammensetzung Low-Code-Team: 1 IT-Spezialist mit fungierten Programmier-Kenntnissen + 4 Nicht-IT-Leute mit vielschichtigen Qualifikationen

 

Beim Etablieren eines Low-Code-Teams sollte einiges beachtet werden. Integriert man klassische Softwareentwickler in diese Teams, dann läuft man Gefahr einer unzureichenden Akzeptanz der neuen Methoden. Mangels schneller Anfangserfolge könnte auch die Unterstützung anderer Bereiche, insbesondere anderer IT-Bereiche, zu langsam anlaufen. Deshalb kann es nötig werden sich Hilfe von echten Low-Code-Experten zu holen. Das bedeutet nicht, dass das gesamte Projekt nach außen verlagert wird. Zumindest am Anfang, möglicherweise aber auch auf Dauer, sollte man ein gewisses Quantum externer Unterstützung einplanen.

Gemischte Teams sind in jeder Hinsicht von großem Vorteil, bringen sie doch Flexibilität bei der Zusammensetzung mit sich, sowie die Möglichkeit zur bewussten Auswahl der Expertise und Teammitglieder: eigene Mitarbeiter treffen auf externe Mitarbeiter oder Freelancer, die vertieftes IT-Wissen, fachliches Know-How oder Branchenkompetenz mitbringen.

Eine Schulung zu besuchen, reicht allein jedenfalls nicht aus. Man braucht vielleicht nur eine einzige Woche, um die wichtigsten Bedienfunktionen einer Low-Code-Plattform zu erlernen. Aber um vollends die Denkweise zu verstehen, die dieser zugrunde liegt, braucht viel mehr Zeit. Und es braucht Coaches, die wissen, wie man eine Aufgabe so angeht, dass die Low-Code-Technologie voll und ganz ihre Stärken ausspielen kann. Wer einfach nur ein paar IT-Leute zusammensetzt und ihnen die neuen Tools in die Hand drückt, baut damit keine Leuchttürme, sondern erleidet eher Schiffbruch, weil ohne Leuchtturm niemand da ist, der die Richtung weist.

 

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